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Body Cam Systeme im Vergleich

Ansicht RS3-SX

Ansicht RS3-SX

Ansicht AXONBody

Ansicht AXONBody

RS3-SX an Schulter getragen

RS3-SX an Schulter getragen

RS3-SX mit extra Akku

RS3-SX mit extra Akku

In den vergangenen Monaten hat die Zahl der  versuchsweisen Ausstattung von Streifenpolizisten mit sogenannten Body-Cam´s, also mobilen Video/Audio-Aufzeichnungsgeräten, bundesweit zugenommen. Die bisherigen Erfahrungen können als sehr positiv zusammengefasst werden.

 

Daraus resultiert ein zunehmendes Informationsbedürfnis hinsichtlich der technischen Möglichkeiten der auf dem Markt befindlichen Systeme. Schließlich ist es nicht mit einer Kamera allein getan, viele Aspekte spielen bei der Entscheidungsfindung eine entscheidende Rolle. Eine zentrale Frage stellt die Weiterverwendung der Videodateien dar. Hierbei steht die Sicherheit der Dateien ganz oben auf der Liste der Anforderungen. Schließlich soll diese Datei bei Bedarf als Beweismittel dienen können. 

 

POLIZEIPRAXIS hat die Systeme zweier Komplett-Anbieter gegenüber gestellt. 

 

Das System AXONBody des auch für seine Distanz-Elektro-Kontrollwaffe bekannten Herstellers TASER und das System RS3-SX des Herstellers Reveal Media Inc. Beide Systeme befinden sich bei Polizeibehörden International im Einsatz und bewähren sich dort im täglichen Dienst.

 

Sowohl die AXONBody wie auch die RS3-SX bringen die gesamte Technik in einem Gehäuse unter. Diese Lösungen lassen aber noch genug Raum für wesentliche Unterschiede.

 

One-Box-Design

Die AXONBody setzt das One-Box Design sehr konsequent um und reduziert sich auf die Kernaufgabe: das Aufzeichnen von Video- und Audiosignalen. Die RS3-SX löst diese Aufgabe ebenfalls umfänglich, jedoch sitzt die Kamera auf dem Gehäuse und kann vertikal sowie horizontal geschwenkt werden, wodurch sie der jeweiligen Trageposition optimaler angepasst werden kann.

 

Der dadurch im Gehäuse der RS3-SX gewonnene Platz wird von einem kleinen Bildschirm eingenommen auf dem sich das Gegenüber im Moment der Aufnahme – entsprechende Nähe zum Gehäuse oder scharfe Augen vorausgesetzt – selbst sieht.

 

Diese Funktion, dem Gegenüber möglicherweise etwa bekannt durch sog. Selfies mit Smartphones, kann durchaus zu einer weiteren Disziplinierung des Gegenübers führen, da einem das eigene Verhalten unmittelbar und im wahrsten Sinne des Wortes, vor Augen geführt wird. 

 

Ein besonderes Merkmal der AXONBody wiederum ist die „Retina-Low-Light“ – Technik mit einer Empfindlichkeit von kleiner 1 lux!.  Bei der RS3-SX ist die Lichtempfindlichkeit nicht ganz so gut, jedoch kann man über einen Eingriff in die Software der Kamera die Lichtempfindlichkeit den Wetterbedingungen anpassen.

 

Der Start der Aufnahme erfolgt bei beiden Modellen mittels eines gut erreichbaren und ausreichend groß dimensionierten Schalters, so dass die Bedienung auch mit Handschuhen problemlos ist. Wenn die Aufzeichnung gestartet wird, werden automatisch die letzten 30 Sekunden vor Betätigung des Schalters der laufenden Aufnahme voran gesetzt. 

 

Hinsichtlich der Aufzeichnungsdauer gibt es jedoch größere Unterschiede!

 

So gibt der Hersteller für die RS3-SX eine Laufzeit von ca. 2,5 Stunden bis der im Lieferumfang enthaltene Li-Ionen-Akku mit einer Kapazität von 1.350 mAh geladen bzw. gewechselt werden muss. Alternativ kann ein externes Batterie-Pack angeschlossen werden, wenn man vor dem Einsatz von einer entsprechenden Aufnahmedauer ausgeht.

 

Für die AXONBody  gibt TASER immerhin eine Aufnahmedauer von mehr als 12 Stunden für den fest verbauten Li-Ionen-Akku mit einer Kapazität von 2.500 mAh. Jedoch schwankt die mögliche Aufnahmedauer durch die Kapazität des fest verbauten Speichers von 8 GB je nach eingestellter Auflösung zwischen 4 Stunden und bis zu 13 Stunden.

 

In beiden Fällen wirken sich die jeweiligen Temperaturen bekanntermaßen auf die Batterieleistung aus.

 

Datensicherheit

In beiden Kameras werden die Dateien verschlüsselt gespeichert. Bei der AXONBody auf einem fest verbauten Speicher mit einer Kapazität von 8GB, die Dateien können über ein USB-Kabel direkt auf einen Rechner gespielt und mit der im Lieferumfang enthaltenen Software EVIDENCE.COM  weiterverwendet werden.Je nach Behördenwunsch lassen sich die Daten alternativ mit EVIDENCE.COM auch auf einem Cloud-Server ablegen. 

 

Größere Flexibilität in der Handhabung bietet bei der Speicherung die RS3-SX  da sie eine SD-Karte mit bis zu 32GB als Speichermedium nutzt. Die Daten können durch Verwendung der SD-Karte oder mittels eines USB-Anschlusses im plug and play Verfahren übertragen werden. Die Speicherung auf der SD-Karte erfolgt ebenfalls verschlüsselt und die Dateien können ausschließlich mit der  DEMS-Software von Reveal-Media weiter verwendet werden, die auch hier im Lieferumfang enthalten ist.

 

In beiden Fällen bietet die Software ein umfängliches Nutzermanagement und eine lückenlose Protokollierung der Zugriffe auf die Dateien.

 

Die detaillierten technischen Merkmale finden Sie auf den Homepages der Hersteller selbst: RS3-SX  www.bodycam.de oder für AXONBody: www.de.taser.com  R.K.

http://www.de.taser.com