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Pfefferspray in neuem Gewand

JPX Jet Protector

JPX Jet Protector

Magazin halb entfernt

Magazin halb entfernt

OK, so neu auch wieder nicht aber beeindruckend in der Qualität und in den technischen Details.

 

Erst einmal zu Klarstellung: der hier beschriebene JPX Jet Protector ist vom BKA als Tierabwehrgerät zugelassen und mit entsprechenden Aufdrucken auf Griffstück und Magazin als solches gekennzeichnet. 

 

Des Weiteren hat das BKA ebenfalls festgestellt, dass es sich bei dem JPX Jet Protector nicht um eine Anscheinwaffe handelt. Somit könnte der JPX Jet Protector auch in offener Trageweise, z. B. in einem dafür lieferbaren Schulter- oder Gürtelholster getragen werden, wenn der Bereithaltegrund in der Möglichkeit zur Tierabwehr liegt! 

 

In seiner Konstruktion unterscheidet sich der Jet Protector grundlegend von den bekannten Pfeffersprays in mehr oder weniger kleinen Sprühdosen, die ein Aerosol zerstäuben. 

 

Hier handelt es sich um ein ca. 240 Gramm schweres Griffstück in massiver Ausführung und qualitativ sehr guter Anmutung, auf das ein Magazin mit ca. 120 Gramm mit zwei Treibkartuschen aufgeschoben wird. Dies funktioniert völlig problemlos und auch ein Magazinwechsel ist in 2-3 Sekunden vollzogen. 

 

Wenn bei nach unten gerichtetem Griffstück der Hebel der Arretierung runter gedrückt wird, rutscht das Magazin selbständig vom Griffstück und das neue Magazin kann einfach von vorne aufgeschoben werden bis es merklich einrastet. Die Arretierung kann von Links- und Rechtshändern bequem gelöst werden.

 

Durch die spezielle Konstruktion bleibt nach Gebrauch kein Reizstoff am Griffstück zurück, auch das Magazin selbst bleibt sauber so dass keine Kontamination beim Magazinwechsel erfolgt.

 

Leider verfügt das Griffstück nicht über eine Abzugssicherung aber der Abzug hat einen spürbaren  Widerstand, der zumindest ein leichtfertiges Auslösen verhindern sollte. 

 

In den Kartuschen befinden sich jeweils 10 Milliliter des Wirkstoffs Oleoresin Capsicum (OC) mit einem Schärfegrad von 400.000 Scoville. Die Wirkstofflösung wird nach Betätigung des Abzugs mit einer Geschwindigkeit von ca. 650 km/h verschossen.

 

Durch die hohe Geschwindigkeit und starke Bündelung des Strahls, ergibt sich auf ca. 7 Metern Distanz ein Trefferbild mit einem Zentrum von  ca. 40 cm Durchmesser und einigen Spuren auf ca. 1,5 Metern Durchmesser. Wichtig ist in diesem Zusammenhang zu beachten, dass auf Grund der hohen Austrittsgeschwindigkeit ein Sicherheitsabstand von 1,5 Metern eingehalten wird. 

 

Nach Angaben des Herstellers wirkt das OC „durch intensives Brennen auf der Haut und ein Anschwellen der Nasen- und Mundschleimhäute. Bei guter Dekontamination lässt die Wirkung nach 30 Minuten allmählich nach und Stunden später hat sich der Körper vollständig erholt. Es bleiben außer einer schmerzhaften Erinnerung keine bleibenden Schäden zurück.“

 

Neben der zivilen Version, die wir vorstehend vorgestellt haben, gibt es auch noch eine sog. Behörden-Version, die mit einer Laser-Zieleinrichtung ausgestattet ist. Neben Magazinen mit OC-Wirkstoff, die im Mündungsbereich orange oder gelb markiert sind, gibt es noch Trainingsmagazine, die eine Markierflüssigkeit ohne Reizstoff beinhalten und die im Mündungsbereich blau oder grün markiert sind. Griffstück und beide Magazin-Varianten werden in der Behördenversion mit der Bezeichnung „Selbstverteidigungsgerät“ gekennzeichnet. Griffstück und Magazine der Behördenversion unterliegen gem. BKA dem Waffengesetz!<xml></xml>

 

Bilder: Piexon Text: R.K.