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Technische Herausforderungen und Lösungen für eine zeitgemäße Polizeiarbeit

Taser 7

Taktische Deeskalation

AXON Body 3

Beweismittelverwaltung

Bundesweit konnte sich Axon mit seiner Bodycam bei vielen Ausschreibungen der Länderpolizeien durchsetzen. Nunmehr steht auch die Anschaffung des Tasers als Distanzelektroimpulsgerät in einigen Bundesländern vor der Umsetzung.


Diese Kombination ist von besonderem Nutzen da sowohl die Bodycam wie auch der Taser auf die Software EVIDENCE.COM für die beweissichere Verarbeitung der Daten zurückgreifen. Dieser Umstand vereinfacht die Handhabung der Daten im Gegensatz zu Produkten unterschiedlicher Hersteller wesentlich, da hierdurch nicht zwei unterschiedliche Programme je für die Daten der Bodycam und für die Daten des Taser genutzt werden müssen.


Hinzu kommt ein wesentlicher praktischer Aspekt in der Anwendung: da Taser und Bodycam miteinander kommunizieren, ist es möglich die Funktionalität der Bodycam so zu konfigurieren, dass sie sich automatisch einschaltet, wenn der Taser genutzt wird. Somit ist in besonders anspruchsvollen Lagen sichergestellt, dass auch die Bodycam das Geschehen aufzeichnet. Gerade im Hinblick auf die besonderen Situationen, in denen der Taser zum Einsatz kommt, ist die Videodokumentation unerlässlich für eine umfassende Analyse des Geschehens.

Zur Realität der Polizeiarbeit in Deutschland gehört seit Jahren: Die Gewalt gegenüber Polizeivollzugsbeamten nimmt zu. 2019 erfasst das BKA in seiner Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) bundesweit 78.038 als Opfer registrierte Polizeivollzugsbeamte. In allen Bundesländern steht deshalb der Schutz von Polizeikräften auf der innenpolitischen Tagesordnung. Angesichts dieser Entwicklung

hat in einigen Bundesländern der flächendeckende Einsatz von Body-Cams im Streifendienst begonnen. Sie schützen vor Gewalt, Widerstand und falschen Anschuldigungen.


Das Unternehmen verknüpft systematisch mobile, cloudbasierte und Wearable-Technologien zu einer nahtlos integrierten Plattform. Rechtskonforme und sichere Schnittstellen ermöglichen zudem den medienbruchfreien Austausch digitaler Daten zwischen den beteiligten Sicherheitsbehörden. Mensch, digitale Technologien, Applikation und Systemtechnik verbinden sich zu einem stetig wachsenden Netzwerk im Dienst der öffentlichen Sicherheit.


Auch TASER Distanz-Elektroimpulsgeräte (DEIG) schützen in bestimmten Einsatzlagen effektiv die Unversehrtheit von Polizeibeamten. Sie gelten als geeignetes Distanzmittel, die Lücke zwischen Schlagstock, Pfefferspray und Schusswaffe zu schließen. Das taktische Deeskalationspotenzial dieser polizeilichen Einsatzmittel ist beträchtlich. Eingeschaltete Body-Cams wirken nachweislich deeskalierend. Schon ihr Vorhandensein kann diesen Effekt auslösen. Die Ankündigung eines DEIG-Einsatzes hat in rund 80 Prozent der Fälle die Aufgabe des Gefährders zur Folge.



Mehr als 12.000 AXON Body-Cams sind mittlerweile in Deutschland im Einsatz. Alle 16 Bundesländer nutzen TASER Distanz-Elektroimpulsgeräte (DEIG) in Spezialeinheiten oder im Streifendienst.

 

TASER DISTANZELEKTROIMPULSGERÄTE

Distanz-Elektroimpulsgeräte von AXON, sogenannte TASER, sind ein polizeiliches Einsatzmittel, das körperliche Auseinandersetzungen zwischen Polizeikräften und Gefährdern reduziert. Sie schließen

die Lücke zwischen dem Einsatz eines Schlagstocks und der Schusswaffe. Ihr Deeskalationspotenzial ist beträchtlich: Die Ankündigung eines TASER-Einsatzes hat weltweit in rund 80 Prozent der Fälle die Aufgabe des Gefährders zur Folge. Nur selten ist ein Auslösen der Stromimpulse nötig. Die Wahrscheinlichkeit für Polizisten verletzt zu werden, reduziert sich um 60–85 Prozent.



Taser 7


I Automatisierte INTEGRATION IN DAS AXON-NETZWERK

I WIEDERAUFLADBARER AKKU für den gesamten Lebenszyklus des Systems

I Einfaches Handling durch „DOCK & WALK“-FUNKTION

I Optimierte Wirkung auf kurze Distanz durch NAHBEREICHSKARTUSCHE

I Verbessertes ERGONOMISCHES DESIGN

I Hohe Treffsicherheit bei Tageslicht durch GRÜN-LASERZIELVORRICHTUNG

I SCHNELLERE ENTLADUNG des Stromimpulses

I VERSTÄRKTE AKUSTISCHE WARNUNG beim Auslösen des Warnlichtbogens


WIRKUNGSWEISE


Ein TASER Distanz-Elektroimpulsgerät verschießt zwei Spiralpfeil-Elektroden über eine maximale Distanz von 7,6 Metern, die in der Kleidung oder Haut des Gefährders steckenbleiben. Es entsteht ein

geschlossener Stromkreis. Diese elektrischen Impulse bewirken eine Stimulation der sensorischen und motorischen Nerven. Dadurch tritt eine neuromuskuläre Lähmung (Neuro Muscular Incapacitation, NMI) durch gleichzeitige Anspannung der äußeren Muskelgruppen

ein und macht den Gefährder für die Dauer des Stromflusses bewegungsunfähig.


Seit November 2018 gehören TASER Distanz-Elektroimpulsgeräte (DEIG) in Rheinland-Pfalz zur Standardausrüstung von Polizisten im Streifendienst. Eine erste Einsatzbilanz nach einer Testphase

ist positiv: In zwei von drei Fällen genügte die Androhung des Taser-Einsatzes, um Übergriffe auf Dritte oder Einsatzkräfte der Polizei abzuwenden. Bis 2021 werden alle 72 Polizeiinspektionen

in Rheinland-Pfalz mit dem TASER X2 ausgerüstet.

 

Bodycam

AXON Body-Cams schützen Polizeikräfte im Einsatz und Streifendienst vor Gewalt, Widerstand und falschen Anschuldigungen. Eingeschaltet wirken sie nachweislich deeskalierend. Schon ihr Vorhandensein kann diesen Effekt auslösen. Polizeibeamten und Bürgern dienen sie als objektiver Nachweis eines Sachverhalts. Der Justiz können die Aufnahmen als digitales Beweismittel dienen.

Einfachste Kamera-Handhabung muss gewährleistet sein, um in Stresssituationen schnell und sicher agieren zu können. Body-Cams müssen sich in kritischen Ereignissen automatisch aktivieren lassen,

etwa beim Ziehen einer Schusswaffe. Die Kameras müssen sich auf notwendige Funktionen reduzieren. Praxisferne Features – wie etwa ein externer Bildschirm oder aufwändige Verkabelungen – lenken ab, machen das System störanfälliger und erhöhen die Kosten.


Insgesamt mehr als 12.000 AXON Body-Cams werden die Landespolizeien in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg einsetzen. Mit den neuen Kameras werden landesweit seit 2019 Einsatzkräfte und Polizisten im Streifendienst ausgerüstet.


Zur Verwaltung der dabei anfallenden Video-Daten werden zudem hunderte Polizeidienststellen mit einer lokalen Datenmanagement-Lösung von AXON ausgerüstet.


AXON BODY 3

I integrierte LTE-KONNEKTIVITÄT

I LIVESTREAMING zur Einsatzleitung

I GPS-ORTUNG über EVIDENCE.COM

I AUTOMATISCHE AKTIVIERUNG per AXON SIGNAL

I PRE-RECORDING bis zu 2 Minuten

I OPTIMIERTE LOW-LIGHT-TECHNOLOGIE in HD-Qualität

I 64 GB SPEICHER

I AKKULAUFZEIT bis zu 12 Stunden

I Kompaktes ONE-BOX-DESIGN




DIGITALE BEWEISMITTEL

Body-Cams zeichnen nicht permanent auf, sondern werden im Bedarfsfall aktiviert. Erfahrungen von AXON zeigen, dass eine Kamera im Außendienst pro Schicht rund 6 Minuten beweisrelevantes Material aufzeichnet. Pro Tag und Kamera entstehen so mindestens 0,5 Gigabyte Datenvolumen. Schnell führt dies zu einem monatlichen Datenaufkommen von mehreren Terabyte – Informationen, die als digitale Beweismittel eingestuft und sachgerecht ausgewertet werden müssen.


DATENSCHUTZ UND -SICHERHEIT

Beim Einsatz von Body-Cams gelten alle gesetzlichen Bestimmungen zu Datenschutz und Sicherheit sowie zur informationellen Selbstbestimmung. So bestimmt zum Beispiel die Transparenz-Vorgabe des Bundesdatenschutzgesetzes, einer Person das Aufzeichnen „durch geeignete Maßnahmen erkennbar zu machen.“ AXON setzt dies durch einen deutlich sichtbaren LED-Ring um. Dieser blinkt rot und zeigt damit eindeutig die Aufnahme an.


Das Videomaterial einer AXON Body-Cam wird in einem physisch und digital gesicherten Bereich lokal auf der Kamera gespeichert. Die geschützten Daten werden automatisch beim Ladevorgang

verschlüsselt an die Verwaltungssysteme übertragen. Der Datenzugriff ist genau definiert und protokolliert.


Bei der Beschaffung von Body-Cams im polizeilichen Einsatz stellt sich die Frage nach ihrem optimalen Design. Dazu gehört auch die Option eines Frontbildschirms. Das Land Nordrhein-Westfalen hat in dem Projekt „Body-Cam in NRW“ den Kamera-Einsatz in sechs Pilotwachen von Mai 2017 bis Januar 2018 getestet. Das Projekt wurde wissenschaftlich begleitet durch das Institut für Polizei- und Kriminalwissenschaft der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW. Ausdrücklich empfiehlt der 150-seitige Abschlussbericht auf Frontbildschirm-Kameras zu verzichten. Diese tragen eher zur Eskalation von Einsatzlagen bei.

 

DIGITALE ASSERVATENFLUT

Durch die Ausweitung der stationären und mobilen Kameraüberwachung generieren die Sicherheitsbehörden in Deutschland immer mehr digitale Beweismittel. Auch die Anzahl privater Videos – aufgenommen per Dashcam, Smartphone oder Tablet – steigt rasant. Nur automatisierte Verfahren im Innendienst bei der Polizei und Justiz werden in der Lage sein, diese digitale

Asservatenflut sicher und effizient zu verwalten. AXON begegnet dieser Herausforderung mit der Softwarelösung EVIDENCE.COM.


EVIDENCE.COM


Die Plattformlösung EVIDENCE.COM ermöglicht in einem automatisierten Verfahren, digitale Beweismittel aller Art medienbruchfrei sowie geräte- und standortunabhängig zu erfassen, auszuwerten, aufzubereiten und weiterzuleiten.


Digitale Asservate werden rechtssicher und zugriffsgeschützt zentral gespeichert. Auch bietet die Lösung Funktionen, um die Integrität und Authentizität digitaler Beweismittel sicherzustellen.

Ebenfalls werden Protokolle vom Einsatz der TASER Distanz-Elektroimpulsgeräte erfasst.

Das beliebig skalierbare System – bei Bedarf auch auf Cloudbasis – erlaubt das Verarbeiten digitaler Asservate aus Video-, Bild- und anderen Forensikdaten im Petabyte-Bereich. Auch bei Großlagen

mit sehr hohem Datenaufkommen bleibt der Verwaltungsaufwand im Innendienst gleich.


AXON verwaltet aktuell ein DATENVOLUMEN von mehr als 60 PETABYTE.

Mehr als 428.600 LIZENZEN FÜR EVIDENCE.COM werden weltweit genutzt.

Mehr als 20.000 BODY-CAMS können durch EVIDENCE.COM GLEICHZEITIG VERWALTET werden.


Text: RK/AXON Bilder: AXON