Rezension: Möllers/Heid, Wörterbuch Polizei- und Sicherheitsrecht
Das etablierte polizei- und sicherheitsrechtliche Wörterbuch ist durch den im Fachbereich Bundespolizei der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Lübeck lehrenden und forschenden Prof. Dr. Martin H.W. Möllers im Jahre 2001 unter dem Titel „Wörterbuch der Polizei“ begründet und in der 1. bis 3. Auflage verantwortlich herausgegeben worden.
Mit der nunmehr vorliegenden 4. Auflage hat Prof. Dr. Daniela A. Heid das bewährte Werk fortgeführt und unter den geänderten Titel „Wörterbuch Polizei- und Sicherheitsrecht“ gestellt. Die neue Herausgeberin ist an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Brühl tätig und dort unter anderem für Beamtenrecht, öffentliches Recht und Europarecht verantwortlich.
In der intensiven Überarbeitungszeit, das Manuskript wurde nach zwei Jahren im Mai 2025 geschlossen, standen ihr nicht weniger als 35 anerkannte und überwiegend im Hochschulbereich tätige Autoren zur Seite. Stellvertretend genannt werden sollen nur Prof. Dr. Dr. h.c. Bernd Heinrich, Universität Tübingen, Prof. Dr. Jochen Oltmer, Vizepräsident der Universität Osnabrück, Prof. Dr. Stefan Schade, Hochschule der Polizei des Landes Brandenburg, Prof. Dr. Björn Schiffbauer, Universität Rostock, Prof. Dr. Dr. Markus Thiel, Deutsche Hochschule der Polizei Münster und Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber, Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung.
Das Werk erläutert rund 10.000 Fachtermini, basiert auf dem Grundkonzept eines fächerübergreifenden und -verzahnenden Nachschlagewerks und integriert Rechts-, Polizei-, Kriminal-, Sicherheits- und Gesellschaftswissenschaften sowie relevante Inhalte der Rechtsmedizin und der Polizei- und Feuerwehrtechnik. Neu aufgenommen wurden Stichwörter wie „predictive policing“, „Künstliche Intelligenz“, „Digitale Gesichtserkennung“ und „Videoüberwachung“, die für eine moderne Polizei- und Sicherheitsarbeit unerlässlich sind. Berücksichtigt wurden zudem Neuerungen thematisch einschlägiger Gesetze. Dies gilt beispielsweise für das Waffengesetz (WaffG), das Konsumcannabisgesetz (KCanG), das Infektionsschutzgesetz (IFSG) und die bisher verabschiedeten bereichsspezifischen Versammlungsgesetze der Länder (siehe nur BayVersG, VersFG BE, HVersFG, NVersG, VersG NRW und VersFG SH). Gestrichen wurden hingegen Themen, die im heutigen Alltag der Polizei- und Sicherheitseinrichtungen keine Verwendung mehr finden oder nur noch eine geringe Bedeutung haben.
Das Wörterbuch ist vorrangig für die Polizeiangehörigen des Bundes und der Länder sowie anderer Sicherheitsbehörden gedacht und für diese Zielgruppe sehr empfehlenswert. Es bietet jedoch auch Richtern, Staats- und Rechtsanwälten, Führungskräften der Sicherheitswirtschaft, Lehrenden, Studierenden, Politikern und Journalisten fundierte Hilfestellungen an. Durch Literaturhinweise zu den einzelnen Stichwörtern und die Berücksichtigung der aktuellen Rechtsprechung ist das Werk zudem für den Einstieg in die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit konkreten Themenstellungen geeignet und geht damit über bestehende digitale Glossare hinaus.
Hartmut Brenneisen, Preetz
Herausgeber: Daniela A. Heid
Titel: Wörterbuch Polizei- und Sicherheitsrecht
Auflage: 4. Auflage 2025
Format: 2819 Seiten, 24,5 x 16,5 cm, Hardcover
Preis: 219,00 Euro
ISBN: 978-3-406-80989-7
Verlag: Verlag C.H. Beck oHG



