Kein Schlupfloch für Adblue- und DTCO-Sünder
Zauner erweitert Straßenkontroll-Software PSK mit neuem Modul zur OBD-Abfrage
Von Julius Moselweiß, Freier Fachjournalist, Darmstadt
Die Straßenkontroll-Software PSK II von Zauner gehört zur mobilen Ausstattung der deutschen Polizei- und Grenzbehörden. In der neusten Version verfügt das System nicht nur über die DSRC-Funktionalität, sondern nun auch über ein Modul für detaillierte OBD-Auswertungen. Den Behörden der Exekutive bietet sich damit ein hochinnovatives Werkzeug, mit dem sie den Nachweis von Verstößen, Manipulationen und Fehlfunktionen optimieren und die Effizienz bei der Anzeigenerstellung, Aktenanlage und Bußgeldbearbeitung erheblich steigern können.
PSK II von Zauner als führende Software-Lösung
Zu den führenden Software-Lösungen, die die Polizei und der Zoll derzeit bei ihren Verkehrskontrollen zur Auswertung der Fahrer- und Fahrzeugdaten einsetzen, gehört PSK II von Zauner. Das System enthält alle Funktionen und Dienste, die Polizisten und Grenzer benötigen, um Straßenkontrollen mobil, zügig und sicher durchführen zu können. Es ermöglicht die Überprüfung der Lenk-, Ruhe- und Arbeitszeiten sowie der Routen und des Fahrverhaltens, stellt Analyse-Tools zur Identifikation von Verstößen bereit, erlaubt die Erfassung aller relevanten Daten und unterstützt das rasche Erstellen von Aktenzeichen und Anzeigen. Dabei zählen insbesondere die Visualisierung der Prüfergebnisse, die intuitive Menüführung und die hohe Verfügbarkeit der Daten zu den Stärken von PSK II. Von ebenso hoher Relevanz ist zudem, dass die Spezialisten von Zauner permanent an der Weiterentwicklung des Systems arbeiten. Die Software wird nicht nur ständig der aktuellen Rechtsprechung angepasst, sondern auch in technologisch-funktioneller Hinsicht immer leistungsfähiger. Was das konkret bedeutet, zeigt sich am neusten Modul von PSK II – der OBD-Auswertung. Dieses einsatzfertig von Zauner bereitgestellte On-Board-Diagnose-Tool versetzt den prüfenden Beamten in die Lage, den gesamten Datenpool eines Lkws oder Sprinters detailgenau auszulesen und zu analysieren – ab Euro 6-Norm, unabhängig vom Fahrzeugfabrikat und konform zu den EU-Richtlinien 1445/1447. „Unsere neue OBD-Auswertung greift alle Parameter der Motorsteuerung, der Abgasanlage und des Tachographen ab und bringt jede noch so geringe Unregelmäßigkeit ans Licht. Der Beamte kommt damit jedem AdBlue-Betrug, jedem Eingriff am Speedlimiter und jeder DTCO-Manipulation binnen weniger Minuten auf die Spur“, betont Dieter Köllner, Spezialist für das Behördenmanagement bei Zauner.
Verdachtsfälle per OBD verifizieren
Vor gut zwei Jahren schon erhielt PSK II die volle Funktionalität für die Dedicated Short Range Communication (DSRC). Damit kann der Beamte direkt aus dem Polizeiwagen heraus auf die Tachodaten eines in seiner Nähe fahrenden Lkws oder Sprinters zugreifen. Die Integration dieser Funktion verleiht der Software einen hohen praktischen Mehrwert. Denn statt die Fahrzeuge auf Verdacht von der Straße zu winken, lässt sich damit bereits „on the road“ erkennen, ob eine Kontrolle lohnt oder nicht. „Die dank der DSRC-Funktion erzielbare Mobilität und Flexibilität senkt den Aufwand, steigert die Treffsicherheit und erhöht die Fallzahlen“, sagt Dieter Köllner. Das Auslesen der Tacho-Übersichtsdaten erfolgt über eine stationäre oder am Polizeiwagen angebrachte DSRC-Antenne.
Hohe Prüfdichte und schnelle Sofortabfrage
Die enorme Leistungsfähigkeit des neuen OBD-Moduls von Zauner zeigt sich dann, wenn die zum Lieferumfang gehörenden Systemkomponenten (Stecker, Adapter u.a.) an die Schnittstelle des zu prüfenden Fahrzeugs angedockt werden. Von seinem Notebook aus kann der Beamte nun eine Vielzahl von technischen Betriebsparametern abfragen, abgleichen und auf Plausibilität prüfen. „Allein im Bereich der Abgasbehandlung – Stichwort Stickoxid-Emissionen! – sowie beim AdBlue-Verbrauch und beim Speedlimiter ist die Prüfdichte unserer OBD-Auswertung so hoch, dass jeder Fehler und jede Abweichung erfasst wird. Dabei kann sich der Beamte einer sekundenschnellen Ist-Abfrage bedienen oder eine Assistenzfunktion aktivieren. Bei dieser Assistenzfunktion werden die Daten bei unterschiedlichen Motordrehzahlen ausgelesen, was die Auswertung extrem verfeinert“, erläutert Dieter Köllner.
Zeitstrahl und Wegstreckenvergleich
Nach der DSRC-Funktion ist auch die neue OBD-Auswertung eine große Bereicherung für den Kompetenzkatalog von PSK II, der die Arbeit der Polizei- und Zollbeamten in vielerlei Hinsicht erheblich erleichtert. Unter anderem vereinfacht er auch das Erstellen von Anzeigen und die Anlage von Aktenzeichen, und bietet über eine Zeitstrahlgrafik genauen Einblick in alle Aktivitäten des Fahrers im gewählten Prüfzeitraum. Mit der Funktion Wegstreckenvergleich kann der Beamte die gefahrenen Schichten einsehen und die Ergebnisse in einer Karte visualisieren. Auch so lassen sich Manipulationsversuche aufdecken und Unstimmigkeiten aufklären. Da die Entwickler von PSK II bedacht haben, dass wegen der geltenden Datenschutzgrundverordnung keine Daten ins Internet gestellt werden dürfen, bietet der Wegstreckenvergleich die Möglichkeit, auf lokal gespeichertes Kartenmaterial zuzugreifen; die Kontrollaufgabe kann damit selbst ohne aktive Internetverbindung erfüllt werden.
In PSK II kann der Beamte zudem Berichte, EU-Formulare, Verstoßlisten und andere Dokumente mit wenigen Klicks anwählen und anlegen. Bereits erfasste Daten lassen sich automatisch in neue Dokumente überspielen und individuelle Infos zu Sachverhalten oder das Ergebnis einer Anhörung können miteinfließen. Das gilt auch für Fotos der Beweissicherung. Außerdem stellt das System Belehrungsformulare in allen europäischen Sprachen bereit.
PSK II lässt sich auf PC, Notebooks und Tablets mit den Betriebssystemen MS-Windows und macOS anwenden. Um den Ordnungsbehörden den zuverlässigen mobilen Einsatz der Software zu ermöglichen, wurde es auch für die Betriebssysteme Android und IOS ausgelegt.
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