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Drogentesting 2013 Einführung

Fotos: Michael Tack

Fotos: Michael Tack

Schon immer stellt der Konsum von Alkohol durch Autofahrer eine besondere Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer dar. Nicht anders verhält es sich mit der Einnahme von Drogen/ Aufputschmitteln bzw. eine Kombination beider.

Für den Nachweis von Drogen- oder Alkoholkonsum steht der Polizei mittlerweile eine umfangreiche Auswahl von bewährten und beweissicheren Tests zur Verfügung. In den vergangenen Jahren jedoch erhöht sich die Anzahl von Medikamenten, die in Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen verschrieben werden, eklatant.

Hieraus ergibt sich eine besondere Thematik für die Sicherheit im Straßenverkehr. Zum einen steigt die Zahl der verschriebenen Psychopharmaka über alle Altersgruppen hinweg und zum anderen steigt auch die Anzahl verschriebener Präparate/Medikamente mit zunehmendem Alter. Doch nicht jedem Verkehrsteilnehmer, der ein Medikament einnehmen muss, ist bewusst, dass er sich über mögliche Beeinträchtigungen seiner Fahrtüchtigkeit durch das Studium der Packungsbeilage zu informieren hat.
Es ist in diesem Zusammenhang daher dringend erforderlich, die Sensibilität der Patienten gegenüber den Auswirkungen von bestimmten Medikamenten auf die Fahrtüchtigkeit zu erhöhen.

So wie die Bevölkerung über alle medialen Kanäle über die Gefahren und Konsequenzen bei Trunkenheit am Steuer oder Drogenkonsum und seine Auswirkung auf die Fahrtüchtigkeit aufgeklärt wird, ist es wünschenswert, dass künftig auch bereits in der Fahrschulausbildung auf die Bedeutung und Wirkung von Medikamenten eingegangen wird. Zusätzlich sollten die bisherigen Kampagnen zu Alkohol und Drogen im Straßenverkehr um diese Komponente erweitert werden.

Wünschenswert ist z. B. eine Einordnung der Medikamente in verschiedene Gefährdungsstufen:

  • unbedenklich
  • Verkehrstüchtigkeit kann eingeschränkt sein/Rücksprache mit Arzt erforderlich
  • Verkehrstüchtigkeit ist nicht mit der Medikamenteneinnahme vereinbar die mit einem Ampelsystem auf der Packung dargestellt werden können.

Die somit identifizierten Wirkstoffe sollten im StVG verankert werden, damit künftig auch diesbezüglich eine nicht bestimmungsgemäße Einnahme überprüft werden kann. Hierzu bedarf es in der Praxis eines Leitfadens für die Polizeibeamten vor Ort, der Verdachtsparameter definiert: Wann ist eine Überprüfung der Fahruntüchtigkeit infolge von Medikamenteneinnahme angezeigt. In diesem Zusammenhang sind dann auch die Hersteller von Drogenschnelltests gefordert, entsprechende Medikamentenschnelltests zu entwickeln.
Mobilität ist in unserer Gesellschaft ein hohes Gut. Verkehrsteilnehmer repräsentieren alle Bevölkerungsschichten und Altersgruppen. Durch die ständige Zunahme des Individualverkehrs ist es geboten, frühzeitig auf vorgenannte Gefahren aufmerksam zu machen und die Sensibilität hierfür bei den Verkehrsteilnehmern zu entwickeln. R. K.