Erwägungen zur Nachfolge des Universalgewehrs G8 (HK21) anhand des HK421
Seit Einführung des Gewehres G8 (kommerzielle Bezeichnung HK21) Anfang der 1980er Jahre in den damaligen Bundesgrenzschutz (BGS)2 findet die Waffe nun seit mehr als 40 Jahren in zahlreichen taktischen Rollen bei Polizei und Militär Verwendung. So ist das G8 nicht nur als Einbauwaffe in bzw. auf gepanzerten Fahrzeugen, sondern auch abgesessenen im Einsatz, wahlweise als mittleres Maschinengewehr mit Gurtzuführung im Dauerfeuer oder 3-Schuss- Feuerstoss, oder „schweres“ Sturmgewehr mit Magazinzuführung, bis hin zur Verwendung als „schweres“ Zielfernrohrgewehr im Einzelschuss mit vergleichbaren Präzisionseigenschaften eines Designated Marksman Rifle. Diese Universalität bot dem Nutzer eine hohe taktische Flexibilität - welche unbestritten
auch physikalisch bedingte, waffentechnische Zugeständnisse mit sich bringen musste. Nun muss das G8 aus verschiedenen Gründen abgelöst werden und all dessen taktische Fähigkeiten mit einem neuen Gewehr abgebildet werden: denn es sind zwar
vier Jahrzehnte vergangen, aber die Einsatzszenarien und rechtlichen Anforderungen an diese Waffenkategorie sind in dieser Zeit zweifellos mehr als weniger geworden.
Daher sind nicht nur die resultierenden waffentechnischen Herausforderungen an
die Handwaffe selbst anspruchsvoller geworden. Vielmehr müssen konzeptionell die Zubehör- sowie die Lafetten-/ Einbau-Peripherie mit derselben technischen Fokussierung adressiert und zu Ende dekliniert werden. Last but not least sind gerade in den letzten
Jahren speziell in dieser Waffenkategorie des 7.62-Universalgewehres mindestens zwei juristische Aspekte immer wieder diskutiert worden, zu denen – zumindest teilweise – keine einheitlichen rechtlichen Bewertungen vertreten werden und welche in
der Folge risikobehaftet sein können. Der Beitrag soll als Stoffsammlung, Diskussionsgrundlage, vielleicht sogar Ratgeber für beschaffungsseitige Neukonzeptionen dienen. Hierzu wird am Beispiel des in Entwicklung befindlichen Gewehres HK421 ein
Eindruck vermittelt, auf welche waffen- wie munitionstechnischen Besonderheiten man trifft, sowie an welche konzeptionellen „Weggabelungen“ man zwangsläufig gelangt, sofern man versucht, insbesondere das Fähigkeitsprofil des G8 mit einer Neuentwicklung
wie dem HK421 unter Berücksichtigung der heutigen Rahmenbedingungen und „Lessons learned“ aus 40 Jahren G8/ HK21-Nutzung und den jüngsten Konflikten/ Terrorlagen der letzten 25 Jahre abzubilden.
Die Komplexität des Themas und dessen ausführliche Betrachtung hat einen Umfang zur Folge, der die vollständige Darstellung an dieser Stelle zu unübersichtlich werden ließe. Daher bieten wir in Kooperation mit Heckler & Koch die Möglichkeit, den vollständigen Beitrag unter diesem Link zum Download an: https://www.heckler-koch.com/Downloads/Fachpublikationen/DE/2024-02%20Polizeipraxis-HK421%20Eine%20neue%20Dimension.pdf



