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Der einfache Weg zum Ziel

Columbus im Einsatz

Columbus inbox open

Columbus screen

Columbus screen

Das Einsatzfahrzeug der Einsatzbeamten Schmidt und Müller befindet sich unterwegs zurück zur Polizeiwache. Kurz bevor die Beamten ihr Ziel erreichen, erhalten Sie einen Einsatzbefehl zu einem Verkehrsunfall mit Personenschaden. Die Adresse des Unfallorts wird von der Leitstelle an das Digitalfunkgerät des Streifenwagens gesendet. Einer der Beamten gibt die Adresse in das Navigationssystem ein und startet die Routenführung. Über das Digitalfunkgerät meldet er der Einsatzleitstelle mit dem Status 3, dass sie auf dem Weg zum Unfall sind. Am Unfallort angekommen erfolgt die Meldung mit dem Status 4. So der meist herkömmliche Ablauf des Beginns eines Einsatzes. In Deutschland werden in den Bundesländern Dienstfahrzeuge von unterschiedlichen Herstellern mit verschiedener Navigationstechnik eingesetzt. 

 

Ist eine einheitliche Bedienung bei der Navigation gewährleistet?

Das Navigationsgerät SELECTRIC Columbus ist für Einsatzfahrzeuge der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) in Deutschland konzipiert und entwickelt worden. Es wird direkt an das im Fahrzeug vorhandene Sepura Digitalfunkgerät angeschlossen. Fahraufträge (Einsätze) werden verschlüsselt von der Einsatzleitstelle zu den Fahrzeugen per SDS übertragen. Durch den Empfang der SDS mit den Adresskoordinaten erfolgt unmittelbar die Berechnung der optimalen Route. So müssen Adressdaten nicht mehr durch den Einsatzbeamten manuell eingegeben werden, wodurch eine fehlerhafte Eingabe der Adresse vermieden wird.

Neben den Einsatzkoordinaten kann die Leitstelle auch Informationen zum Einsatz übermitteln, welche dann direkt im Display des Navigationsgerätes angezeigt werden. Dadurch das die Einsatzdaten und Koordinaten über die BSI Sicherheitskarten in den Funkgeräten ver- und entschlüsselt werden, ist bei der Übertragung die Datensicherheit garantiert. 

Die Navigation berechnet nach dem Empfang eines Einsatzes bis zu drei mögliche Routen, wobei immer die schnellste Route automatisch aktiviert wird. Der Fahrer hat aber die Möglichkeit eine der drei Routen manuell auszuwählen, wenn er der Meinung ist, das diese verkehrstechnisch günstiger zu fahren ist.

Danach startet die Wegführung sowohl optisch über den 7‘‘ Touchscreen, wie auch akustisch über den im Touchscreen-Gehäuse integrierten Lautsprecher. Dieser kann bei Bedarf durch einen optionalen Verstärker und externen Lautsprecher ersetzt werden.

 

Ist es möglich Statusmeldungen direkt über das Navigationsgerät abzusetzen?

Neben dem Empfang von Einsätzen und die Berechnung der entsprechenden Route besteht bei dem Navigationsgerät auch die Möglichkeit Status und SDS Nachrichten über vordefinierte Software Buttons abzusetzen. Ebenfalls ist es möglich Status und SDS Meldungen, die sich wie eine Art Baukasten zusammenzustellen lassen, mit einem Tastendruck abzusetzen.

Die Nachrichten können hierbei frei vom Administrator im Gerät konfiguriert werden. Jede hinterlegte Status- oder SDS Meldung kann mit einem Leitstellenziel parametriert werden. Hierdurch kann zum Beispiel der Status Sprechwunsch mehrmals mit unterschiedlichen Leitstellenzielen hinterlegt werden, damit der Sprechwunsch immer von der richtigen Leitstelle empfangen wird. 

Auch ein einfacher Wechsel von Rufgruppen am Funkgerät ist über Software Buttons möglich. Das erleichtert den täglichen Arbeitsablauf erheblich und entlastet die Besatzung.

Alle Meldearten (Statusquittung, Statusmeldungen und SDS) werden auf dem Touchscreen dargestellt. Bei einer größeren Anzahl an Buttons, sind die nicht direkt sichtbaren über wischen nach oben und unten erreichbar.

Das Gerät beherrscht derzeit alle üblichen im Leitstellenbereich der BOS vorkommenden Statusquittungen welche dauerhaft und aus jedem Menü heraus auf dem Navigationsgerät dargestellt werden. Somit ist jederzeit der aktuelle Status von der Besatzung im Blick. 

Flash SDS und normale SDS Nachrichten werden direkt im Display des Gerätes angezeigt so dass diese ohne weiteres zu tun der Besatzung gelesen werden kann. 

Freie SDS Nachrichten können per On-Screen Tastatur erstellt und an einen individuellen Funkteilnehmer oder an die Einsatzleitstelle gesendet werden.

Neben den Software Buttons besitzt das Navigationsgerät drei Hardwaretasten, die mit den Funktionen Ein- und Ausschalten, Lautstärke plus und minus belegt sind. 

Im Postein- und ausgang des Navigationsgeräts werden die letzten 50 empfangenen bzw. gesendeten Nachrichten angezeigt. Bei Nachrichten mit Einsatzkoordinaten im Posteingang lässt sich die Navigation zum Ziel durch längeres Drücken auf die Nachricht starten bzw. erneut starten.

 

Wie aktuell ist das genutzte Kartenmaterial?

Bei dem SELECTRIC Columbus Navigationsgerät wird eine Navigationslösung eingesetzt, welche auf dem Kartenmaterial von ©OpenStreetMap basiert. Dieses Kartenmaterial bietet mehrere Vorteile. Kartenupdates werden regelmäßig kostenlos* zur Verfügung gestellt. Das Kartenmaterial kann durch entsprechendes Personal über das Internet angepasst werden und stehen dann mit dem nächsten Kartenupdate zur Verfügung. Somit ist eine außerordentlich schnelle Reaktion auf Neubaugebiete, Straßenänderungen etc. gegeben. Weiterhin ist das Kartenmaterial sehr detailliert wodurch Hausnummern, Gebäudeumringe, Fußwege, Zufahrtstoren, Wege auf Parkplätzen etc. direkt dargestellt werden. Das erleichtert die Anfahrt zu einem Einsatz und das Aufsuchen von Hausnummern erheblich.

Zusätzlich können Point of Interest (POI‘s) über KML-Dateien importiert werden. Diese können entweder selbst erstellt werden oder aber aus vielzähligen verfügbaren POI Ressourcen geladen werden.

 

Die Hardware

Das Navigationsgerät besteht aus einem kompakten Gehäuse und einer Halterung mit verstellbarem Neigungs- und Drehwinkel. Der Anschluss erfolgt über drei Zuleitungen, welche jeweils mit einem kompakten Verbindungsstecker ausgestattet sind. Somit ist ein servicefreundlicher schneller Ein- und Ausbau gewährleistet. Die Spannungsversorgung ist sowohl mit 12V DC wie auch mit 24V DC möglich. Der Anschluss an das TETRA MRT (Mobilgerät) erfolgt direkt an das Funkgeräte-Interface (Keine Zusätzlichen Adapterboxen notwendig). 

Optional sind bis zu 2 Kameras an das Navigationsgerät über einen Video-Eingang anschließbar. Die Videoeingänge sind als BNC Stecker ausgeführt. Mit dem Einlegen des Rückwärtsganges wird automatisch, ohne manuelles eingreifen, das Videobild der optionalen Rückfahrkamera auf dem Monitor angezeigt. Das Zweite Kamerabild wird durch eine Signalleitung (12V oder 24V) eingeschaltet. Die Rückfahrkamera hat hierbei immer Priorität. Der zweite Kameraeingang kann optional via kostenpflichtiger Konfiguration freigeschaltet werden.

Das Navigationsgerät ist so an das Sepura TETRA Funkgerät angeschlossen, dass eine Fehlbedienung des Navigationsgerätes in keinem Fall den Funkverkehr beeinträchtigt oder behindert.

 

Text: Bettina Lauf, alle Bilder: Selctric

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