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< Digitalfunk BOS: Betrachtung gesundheitlicher Aspekte

Mobilität Einführung 2013

Foto: Polizeioldtimer-Museum Marburg

Foto: Polizeioldtimer-Museum Marburg

Foto: Mercedes Benz

Foto: Mercedes Benz

 

Der Funkstreifenwagen im Wandel der Anforderungen 

Die Mobilität der Polizeikräfte war und ist ein wesentlicher Bestandteil erfolgreicher Polizeiarbeit.

Allein die Vielzahl der heute im Einsatz befindlichen Techniken spiegelt den gewachsenen Anspruch an die Aufgabenbereiche der Polizei, beziehungsweise die veränderten räumlichen Einsatzbereiche wider. Stellvertretend hierfür seinen genannt das Mountainbike im urbanen Umfeld oder der Segway wie z. B. am Düsseldorfer Flughafen bei der Bundespolizei im Einsatz. Besonders aber haben sich die Anforderungen an den klassischen Funkstreifenwagen durch zunehmende Aufgabenvielfalt und gesteigerte Komplexität der technischen Ausstattung erweitert.

Waren bis in die 90er-Jahre hinein vermehrt Limousinen im Einsatz, so findet man heute fast durchgehend Fahrzeuge als Kombi, Van oder neuerdings auch als SUV in den Fahrzeugflotten der Landespolizeien. Durch den zunehmenden Bedarf an Stauraum wurden die klassischen Kofferräume schlichtweg zu klein. Auch unter dem Aspekt des Arbeitsschutzes wird der Arbeitsplatz FuStw fortlaufend kritisch betrachtet mit dem Ziel, diesen für die Kolleginnen und Kollegen im Einsatz sicherer zu machen. 


Wer sich die Exponate im Polizeioldtimer- Museum Marburg ansieht (www.polizeioldtimer. de), dem wird der technische Fortschritt nicht nur hinsichtlich Signalanlagen oder Kennzeichnung mit reflektierenden Folien wie ein Quantensprung vorkommen. Auch die Entwicklung im Bereich des Insassenschutzes hat in den vergangenen Jahren die Sicherheit erheblich erhöht. Vor allem die bevorzugt von deutschen Herstellern im Einsatz befindlichen Fahrzeuge spiegeln die Innovationskraft der Entwicklungsabteilungen wider.


Doch auch die fortschreitende Entwicklung von Kommunikationsmitteln wie Laptops, Tablets und Smartphones werden in den kommenden Jahren weit über die Einführung des Digitalfunk hinaus diesen Arbeitsplatz verändern. So ist z. B. der Einsatz von Laptops für die Polizei in Leicestershire County, in Großbritannien zum Standard geworden.

 

Aber auch in Deutschland werden Laptops, die an die besonderen Anforderungen angepasst wurden – sog. Toughbooks – z. B. bereits beim ADAC eingesetzt. Doch der zunehmende Einsatz von moderner Elektronik in den Fahrzeugen erhöht in gleichem Maße die technische Komplexität der Bordelektronik. Hier ist es sicherlich wünschenswert, dass eine herstellerübergreifende Standardisierung von Schnittstellen erreicht wird. 

Ein weiterer, zurzeit vieldiskutierter Bereich sind künftige Motorisierungen. Hier wird der Elektromobilität aktuell viel Aufmerksamkeit gewidmet, und es wird spannend sein zu betrachten, wie sich die Hersteller entsprechender Antriebskonzepte den besonderen Anforderungen im Polizeialltag stellen. Immer wieder gab es in der jüngsten Vergangenheit Versuchsreihen mit Fahrzeugen, die unterschiedliche Antriebskonzepte vereinen wie z. B. der Opel Ampera mit Range Extender.

 

Es bleibt abzuwarten, wann es eine tragfähige Lösung geben wird. Bis dahin wird der klassische Verbrennungsmotor – ob als Diesel oder Benziner – die erste Wahl bleiben. R. K.