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Bremerhavener Polizei setzt auf elektronische Schließtechnik

Schließzylinder

Schließzylinder

Schließzylinder mit Zutrittskarte

Schließzylinder mit Zutrittskarte

Bei der Polizei in Bremerhaven geht es in jeder Beziehung um Sicherheit. Bei der Schließtechnik kommt  noch der Faktor Komfort hinzu. Seit 2011 werden im 1886 errichteten Hauptgebäude 50 Bürotüren mit elektronischen Doppelknauf-Schließzylindern gesichert. Jetzt wurde nochmals um 47 Zylinder erweitert. 

 

„Unsere mechanische Schließanlage kam irgendwann an ihre Grenzen, denn immer wieder hatten wir in der Vergangenheit Schlüsselverluste zu beklagen. Auch wenn die Bürotrakte stark gesicherte Bereiche sind, zu denen Unbefugte keinen Zutritt haben, endete ein Schlüsselverlust doch meist mit dem Tausch des Zylinders“, beschreibt Jens Schmidt vom Stabsbereich 3 – Wirtschaftsangelegenheiten die frühere Situation. 

 

Mit dem System eLink von WILKA wurde schließlich das passende Produkt für die rund 500 Nutzer im Gebäude gefunden. „Mich überzeugte sofort das Gesamtpaket, bestehend aus hochwertigen elektronischen Doppelknauf-Schließzylindern mit entsprechendem Onlinewandleser, verschiedenen Identmedien und einer leicht zu bedienenden Software. Auch das gute Preis-/Leistungs-Verhältnis und der Service während der gesamten Planungs- und Realisierungsphase waren Aspekte, die uns bestärkten, die richtige Entscheidung getroffen zu haben“, so Jens Schmidt weiter. 

 

Die ersten 50 Schließzylinder arbeiten seit der Installation 2011 völlig störungsfrei. Im April wurden 47 neue Zylinder geliefert, mit denen weitere Türen in einem gerade renovierten Trakt ausgestattet werden. Bei den aktuell gelieferten Schließzylindern in modularer Bauweise handelt es sich um das komplett neu entwickelte Modell E204, das unter anderem über einem verbesserten und leistungsfähigeren Elektronikchip verfügt und mit einer besonders langlebigen Lithiumbatterie ausgestattet ist. Die einfache Montage und Programmierung kann Jens Schmidt allein vornehmen. Mittelfristiges Ziel der Polizei ist, sämtliche Innentüren des Gebäudes mit einer elektronischen Zutrittskontrolle auszustatten. 

 

Einfache Verwaltung

 

Beide in Bremerhaven eingesetzten Zylindertypen werden heute problemlos über die eLink-Software verwaltet, die mit Einführung der 47 neuen Zylinder auch ein Update erhielt. Sämtliche Daten wurden in wenigen Minuten überspielt. Der Nutzer am Rechner arbeitet mit Masken, die sich kaum vom bisherigen Erscheinungsbild unterscheiden. Aber die Software ist nach dem Update noch zuverlässiger als bisher schon.

 

Die Polizeibeschäftigten nutzen ihren Dienstausweis als Schließmedium. Zwei Transponder sind hierzu in jeder Karte integriert – einer zum Öffnen der Schließzylinder und ein weiterer zum Öffnen der Zwischentüren zu den Etagen, die aus Sicherheitsgründen mit einem anderen System versehen sind.

 

Um in die jeweiligen Büros zu kommen, loggen sich die Mitarbeiter alle am zentralen Onlineleser im Erdgeschoss ein. Diese Lösung wurde bewusst gewählt – einfach in der Anwendung und zugleich mit einem Höchstmaß an Sicherheit verbunden. Auch bei der Vergabe der Zutrittsberechtigungen geht man in Bremerhaven pragmatisch vor. „Wir haben die Räume jeweils bestimmten Nutzergruppen zugeordnet, denn es sind manchmal bis zu 15 Personen, die einer Gruppe angehören und Zugang zum Büro benötigen. Zutrittsbeschränkungen zu diesem Raum gibt es dann für den definierten Nutzerkreis nicht. Natürlich kommen die für das eine Büro freigeschalteten Personen nicht in andere Büros, außer sie erhalten von mir für ihre Arbeit einen eingeschränkten oder zeitlich begrenzten Zutritt“, sagt Jens Schmidt. 

 

Über Masterkarten, mit denen sich sämtliche Türen öffnen und schließen lassen, verfügen nur einige Abteilungs- sowie der Amtsleiter. Geht eine Karte verloren, was auch hin und wieder vorkommt, wird sie einfach von Jens Schmidt gelöscht. Externe Dienstleister wie beispielsweise Handwerker erhalten an der zentralen Anmeldung gegen Abgabe des Personalausweises ebenfalls eine Schließkarte mit definiertem Zugang. Mit dieser Karte gelangen sie nur in Bereiche, die für sie relevant sind. Erst nach Rückgabe der Karte erhalten sie ihren Personalausweis wieder zurück und können das Gebäude verlassen. Die Karte wird anschließend gelöscht. 

 

Besonders einfach ließ sich mit der Software das Thema Datenschutz regeln. Die Software protokolliert in Bremerhaven alle Schließvorgänge, sodass sich „Bewegungsprofile“ der Beschäftigten zeichnen lassen. Bei der Polizei wurde die Software deshalb so eingerichtet, dass von Jens Schmidt und seiner Vertretung nur alle notwendigen Programmierungen der Zylinder und Identkarten vorgenommen werden können. Zugriff auf den durch ein Passwort geschützten Bereich mit den Schließprotokollen hat er jedoch nicht. 

 

Eine sich selbst erklärende Verwaltungssoftware erlaubt die flexible Vergabe der Zutrittsberechtigungen – entweder individuell oder auch gruppenweise. Die Erteilung zeitlicher Berechtigungen ist dabei unter Berücksichtigung individueller Kalender mit Feiertagen, Sommerzeitumstellung etc. möglich. Dazu stehen 200 Nutzerzeitzonen mit jeweils 12 verschiedenen Perioden zur Verfügung.

 

Berechtigungsänderungen werden direkt von der Software an alle Onlineleser übertragen. Ein Nutzer erhält die aktualisierten Daten seiner Berechtigung jeweils, wenn er einen solchen Leser verwendet – in Bremerhaven also morgens beim Betreten des Gebäudes. Mit dieser Information auf seinem Identmedium aktualisiert er die elektronischen Schließzylinder. Damit entfällt der oftmals lästige Gang zur Tür, um die Daten zu aktualisieren (z. B. bei Verlust des Identmediums). Für maximale Sicherheit lässt sich das System auch so einstellen, dass jeder Zutrittsberechtigte zwingend einmal täglich einen Onlineleser benutzen muss. Damit wird zugleich gewährleistet, dass verlorene Identmedien spätestens um Mitternacht automatisch ablaufen.